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Karabela mit Londoner Klinge,

Ende 18. Jahrhundert bis 1. Drittel 19. Jahrhundert. Möglicherweise aus der Zeit der Besetzung der Ionischen Inseln ab 1814 durch die Briten bzw. aus dem Freiheitskampf gegen das Osmanische Reich 1821 – 1829. Der floral verspielte Dekor auf Gefäß und Scheidenbeschlägen deutet auf eine Silberarbeit der osmanischen Balkanprovinzen hin. Die englische Klinge von der Firma Woolley Deakin & Co, London, Anfang 19. Jahrhundert. Länge: 99 cm, Länge ohne Scheide: 96,5 cm, Klingenlänge: 79,5 cm, Breite: 3,8 cm. Gefäß und Scheide mit arabischen Schriftkartuschen. Stahlrückenklinge mit beidseitigem Hohlschliff, Spitze im Rücken. Klinge im oberen Bereich beidseitig mit vergoldeter Ätzung auf gebläutem Grund.Terz: Blatt/ volutenförmiges Schleifenband mit „Woolley Deakin & Co“/ großem englischem Staatswappen/ geschlängelter Blattstaude. Quart: Blätterstaude/ Volutenschleifenband mit „WARRANTED“/ Waffentrophäen/ geschlängelter Blattstaude. Karabelagefäß aus gegossenem, getriebenem und ziseliertem Silber. Die kreuzförmigen Mitteleisen beidseitig im Spiegel mit gravierten Koransprüchen. Die Seitenarme des Kreuzes parallel zur Klinge im Bogen nach unten gezogen. Mit schwarzem Samt bezogene Holzscheide. Langes, getriebenes und ziseliertes Mund- und Ortblech. Die Scheidenbänder beidseitig im Spiegel mit gravierten Koransprüchen sowie mit Ösen und Trageringen. Vermutlich wurde die osmanische Klinge im Kampf schwer beschädigt oder zerbrochen und dann vom Sieger durch die englische Klinge ersetzt. Lit.: Elgood, The Arms of Greece and her Balkan Neighbours in the Ottoman Period. Diverse Waffen, die aus einem Gemisch aus osmanischen und europäischen Teilen gefertigt sind. (Vgl. Karabela Kat. Nr. 175 und 176, Karabela mit russischer Klinge Kat. Nr. 178).
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II-III
€ 3.000,00